


Erinnerungen an Seelsorger Josef Paier aus den Pfarren und dem Seelsorgeraum
Ein paar persönliche Gedanken und Anmerkungen zum Leben unseres Mitbruders Josef Paier von Gerald Krempl:
Josef Paier hat sein Leben ganz dem Herrn geschenkt und der Gottesmutter Maria. Ich möchte es so ausdrücken: Er hat in seinem Leben drei Worte groß geschrieben: das Wort "Gott", das Wort "Gottesmutter Maria" und das Wort "Menschen", die er begleitet hat. Einzig ein Wort hat er im Leben immer klein geschrieben, nämlich das Wort "ich". Er hat für sich nicht viel gebraucht und großteils alles was er besaß, anderen gegeben, die ihn um Hilfe baten. Insofern war Josef für uns alle ein großes Vorbild.
Dankbar sind wir für sein treues Wirken in unseren Pfarren. Er nannte sich gerne den "Almpfarrer", weil ihm die Almpfarren, besonders die Pfarren Hirschegg und Modriach ans Herz gewachsen sind. Er war viel bei den Menschen und mit den Menschen unterwegs und damit vielen eine Freude gemacht. Ob bei Wallfahrten, bei Gebetsgruppen, bei regelmäßigen Krankenbesuchen oder Gratulationsbesuchen, beim Caritashaussammeln, bei Messen, Taufen, Trauungen, Begräbnissen oder vielen anderen Anlässen war Josef dabei und verschönerte so manche Feier gerne mit einem Stück auf seiner Okarina oder Ziehharmonika.
Regina Langmann und Michaela Pressler, Pfarre Hirschegg:
Vikar Mag. Josef Paier, oder wie er in Hirschegg wertschätzend "unser Seppl" genannt wurde, war für uns nicht nur ein Seelsorger, er war ein Mitglied unserer Gemeinschaft. Sei es bei der Freiwilligen Feuerwehr oder beim Musikverein, er war in fröhlichen aber auch traurigen Momenten mit Worten und Taten zur Stelle. Besonders bei den Messen auf der Alm hat er sich besonders wohl und nahe bei Gott gefühlt.
Vielen Dank für dein Wirken, du hinterlässt eine Lücke in unserer Dorfgemeinschaft.
Marlies Scheer, Pfarrkoordinatorin der Pfarre Voitsberg:
Josef Paier! Er war ein Seelsorger mit einem grossen Herzen! Seine Liebe galt Gott, der Mutter Gottes und den Menschen. Die tägliche Hl. Messe und die Musik waren die Kraftquelle seines Lebens. Josef war gerne auf der Alm und die vielen Marien Wallfahrtsorte bereiteten ihm große Freude. Kurz vor seinem Tod konnte er noch nach Medjugorie reisen. Seine große Verbundenheit mit den Almpfarren entsprang der Freude am einfachen Leben im bäuerlichen Umfeld. Auch im Alter bewahrte er seinen jugendlichen Elan. Er war gerne zu Fuß unterwegs, z. B nach Maria Zell. Das vergangene Jahr war gesundheitlich eine große Herausforderung für ihn. Wir sind sehr dankbar für sein seelsorgliches Wirken. Er war immer da und im Gespräch mit den Menschen. Das Rosenkranzgebet stärkte ihn für sein Leben. Vergelt's Gott!
Erinnerungen aus Edelschrott:
Vikar Josef Paier hat gerne mit älteren Menschen, in Heimen, Messen gefeiert .Oft hat er , am Ende der Feier auf seiner Okarina für sie gespielt. Es war ein schönes Hobby von ihm und den Leuten hat es gefallen.
Und die Harmonika hat Josef auch gerne gespielt.
Vikar Josef Paier waren die Menschen, ob jung und alt, sehr wichtig, er hinterlässt eine große Lücke in der Pfarre, wandern, musizieren und an Festen teilnehmen war seine Freude.
Besuche bei älteren Menschen, die nicht mehr mobil sind, war ihm ein besonderes anliegen.
Er wird uns fehlen...
Seine Wallfahrten nach Medjugorje waren ihm sehr wichtig!
Karl Farmer, Pfarre Ligist, mit innigem Dank für seinen Dienst in unserer Pfarre:
Vikar Josef war das Hochgebet der Hl. Messe in Richtung Gottvater sehr wichtig, das hat er immer wieder betont. Außerdem hat er in seinen Predigten immer für eine persönliche Jesusbeziehung geworben. Er war mit großer Hingabe und Leidenschaft Priester und Spender der Sakramente, u.a. der Krankensalbung und des Bußsakraments. Immer wieder hat er auf seiner Okarina Immanuel gespielt. Gerne ist er auf die Berge gegangen und war bei Fußwallfahrten dabei. Medjugorie war wohl seine besondere Liebe, er hat immer die Botschaften von dort verkündet.
Maria Oswald, Pfarre Modriach:
Am Mittwoch-Abend erreichte mich die traurige Nachricht, dass unser Seelsorger Paier, unser Josef den Kampf gegen seine kurze schwere Erkrankung verloren hat. Wir waren fassungslos. Wenngleich es in letzter Zeit offensichtlich war, dass es Josef nicht mehr so gut geht, so war dieser rasche Heimgang doch ein großer Schock für viele von uns und hat uns sehr traurig gestimmt.
Mit Dankbarkeit habe ich dann an unsere letzte Begegnung mit ihm bei unser Maiandacht gedacht, wo doch einige Modriacher und Modriacherinnen noch die Gelegenheit hatten, mit ihm zusammen zu sein.
Und mit Wehmut habe ich dann auch daran gedacht, was wir nun nicht mehr gemeinsam mit Josef feiern können… einerseits die Gottesdienste, aber auch die Maiandachten, die Herbergssuche, die Messe beim Franzbauerkreuz und die hohen Geburtstage in unserer Pfarre. Er war es auch, der kränklichen Menschen die Kommunion gebracht hat. Und er hat viele von uns bei seinen Pilgerwanderungen nach Mariazell begleitet.
Immer war es ihm ein großes Anliegen unter und mit den Menschen zu sein. Es war ihm ebenso ein großes Anliegen miteinander zu beten und es war ihm ein Anliegen miteinander zu feiern. Wie gerne hat er mit seiner Okarina oder Ziehharmonika gespielt oder mit der Peitsche geschnalzt. Zum Pfarrfest kam er in der Lederhose und am Florianisonntag mit der Feuerwehruniform. Stets war er einer von uns und mit uns. Und das hat ihn ausgezeichnet: er war ein tiefgläubiger, im Gottvertrauen unerschütterlicher Mensch, der seine Berufung gelebt hat. Aber auch seine Umsichtigkeit, seine Hilfsbereitschaft und vor allem seine Kraft und Ausdauer schenkt er an seine Mitmenschen weiter und das wird uns in Zukunft sehr fehlen. Josef war im wahrsten Sinne des Wortes unser „Seelsorger“ und in dieser Aufgabe wird er in Zukunft eine große Lücke in unserer Gemeinschaft hinterlassen. Lieber Josef, ruhe in Frieden.
Diakon August und Annemarie Gößler, Pfarre Pack:
Vikar Mag. Josef Paier war unermüdlich im Einsatz im Weinberg des Herrn. Er fühlte sich für das Seelenheil jedes Menschen verantwortlich und wollte für alle nur das Beste. Mit ihm haben wir einen echten Seelsorger verloren.
Ilse Pignitter, Pfarre Piber:
Ich hatte eine nette Begegnung mit Mag. Josef Paier anläßlich eines Hochzeitsjubiläums beim Schneiderwirt.
Er kam auf die Idee die Mazurka zu tanzen (Sprich Masur). Er redete mir gut zu, und war überzeugt, diesen Tanz gleich zu begreifen. Er tanzte und hüpfte, und mir wurde klar… und ihm auch, es ist vergebens und er sagte „ Kann man nichts machen, jeder begreift die Masur nicht.“
Ich bewunderte ihn und werde ihn in liebevoller Erinnerung behalten.
Alle Gedanken stammen von den PGR-Mitgliedern der Pfarre St. Martin a. W.:
Was war Vikar Josef Paier besonders wichtig?
Gab es typische Aussprüche von ihm? Etwas was er immer wieder betont hat?
Was machte er besonders gerne? Hatte er Hobbys?
Was finden Sie noch wichtig zu sagen?
Sabine Frei, Pastoralreferentin:
Besonders wichtig:
Die Seelsorge, im wahrsten Sinne, und konkret für die Menschen da sein.
Auch als er selbst schon müde und offenbar gesundheitlich nicht so gut beinand war, hat er es sich nicht nehmen lassen, aktiv zu sein.
Krankenkommunion, Haussammlung, Krankenbesuche,...
Eucharistie und Anbetung
Maria
Typische Aussprüche wüsste ich jetzt nicht, aber manchmal hat er einen Schmäh gemacht, so trocken und toternst, dass man es auf Anhieb gar nicht gemerkt hat. Und dann hat er ganz schelmisch gelächelt.
Hobbies:
Er war ein absoluter Naturmensch.
War gern auf der Alm.
Peitschenknallen
Wallfahrten
Was ich noch sagen möchte:
Hat sehr bescheiden gelebt und kaum etwas für sich selbst gewollt.
Sabine Spari, Caritas Regionalkoordinatorin:
Vikar Josef Paier war gerne bei den Menschen - als Priester und Seelsorger. Als jahrelanger CARITAS HAUSSAMMLER hat er sich besonders für Menschen in Not in der Steiermark engagiert und gesammelt und gleichzeitig viele Menschen zu Hause besucht und Begegnungen mit Kirche ermöglicht. Ein herzliches DANKE dafür.
Kaplan Prince Mathew, Seelsorgeraum Voitsberg:
Ich spüre die Abwesenheit von Pfarrer Josef in jeder Ecke dieses Campus in Voitsberg. ich danke Gott von ganzem Herzen für das Geschenk, an seiner Seite gelebt zu haben. Seine Gegenwart war mehr als ein Segen – sie war eine lebendige Predigt.
Er lehrte nicht nur mit Worten, sondern durch das stille Zeugnis seines Lebens. Er lebte mit Klarheit, mit Fülle, mit Freude. Selbst als seine Gesundheit allmählich schwächer wurde, konnte sie den Glanz seines Geistes nicht trüben – noch das Lächeln, mit dem er jedem in Wärme und Frieden begegnete.
Er war ein Hirte im wahrsten Sinn des Wortes – einer, der den Geruch seiner Schafe trug, der mit uns durch Freude und Leid ging und uns nicht nur beim Namen, sondern mit dem Herzen kannte. Seine Liebe war nicht distanziert oder formell, sondern sanft, vertraut und unverrückbar.
Die Erinnerungen, die ich an ihn trage, sind nicht bloß Gedanken – sie sind Schätze, die ich tief in meinem Herzen bewahre. Sein Lachen, seine Worte, sein unerschütterliches Vertrauen in Gottes Gnade – sie prägen mich, leiten mich, und erinnern mich daran, was es heißt, mit Freude zu dienen.
Danke, Herr, für Pfarrer Josef. Durch ihn habe ich erfahren, was es bedeutet, das Evangelium zu leben – nicht nur zu verkünden.
Erinnerungen an Josef Paier von Christa Potisk, Köflach:
Meine letzte Begegnung mit Josef war am Freitag, dem 30. Mai 2025 am Parkplatz im Pfarrhof Köflach; er feierte um 11 Uhr in der Kirche einen Trauergottesdienst. Er stieg aus seinem Auto und ging - leicht gebückt - zum Eingang des Pfarrhauses. Wir begrüssten uns und ich sah sofort, dass er gesundheitlich ziemlich angeschlagen war... Umso mehr hat mich dann nach einigen Tagen die Nachricht über seinen sehr raschen und frühen Tod tief getroffen.
Ich durfte Josef im Jahr 2000 kennenlernen. Damals betreute er mit Pfarrer Wolfgang Posch und Pfarrer Gottfried Lammer den Pfarrverband; Kathi Lienhardt sorgte fürs Wohl der Priester.
Spontan fallen mir gemeinsame Tätigkeiten mit unserem Josef ein:
und, und, und.....es gebe noch soviel zu erwähnen.
Josef war ein Mensch, der an alle andere zuerst dachte und sich selber ganz hinten anstellte; er glaubte immer an das Gute im Menschen!
Er war mit ganzem Herzen und mit viel Hingabe Seelsorger!
Lieber Josef ich danke dir, dass du ein Stück in meinem Lebenszug mitgefahren bist und bin seht traurig, dass so früh aussteigen musstest!
Franz Groß, Pfarre Bärnbach:
Voriges Jahr hatte er noch in Bärnbach bei der Maiandacht sowie vor zwei Jahren beim Scherz Walter mit der Ocarina gespielt, mit der Harmonika gespielt und mit der Peitsche geknallt.
Diakon Johann Pucher, Groß St. Florian
Sein erster Kaplansposten war bei uns und wir haben viel Kontakt gehabt.
Auf unserer Homepage ein paar Bilder von der Zeit in Groß St. Florian.
https://grossstflorian.graz-seckau.at/pfarre/6162/fotos
